Wie wir helfen
Betrieben werden die beiden Wohnunterkünfte von „Fördern & Wohnen Anstalt öffentlichen Rechts“ (F&W), einem Träger, der zu 100% der Freien und Hansestadt Hamburg gehört.
Ehrenamtliche Unterstützung für geflüchtete Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten, in zwei Wohnunterkünften in Hamburg-Volksdorf.
Das Leben in Wohnunterkünften gestaltet sich häufig schwierig für ihre Bewohner, die vor politischen Repressalien, Folter, Inhaftierung, Verfolgung aus religiösen Gründen oder sozialer Verelendung geflohen sind. Sie haben ihre Heimat, Kultur, Sprache und persönlichen Besitz hinter sich gelassen. Die räumliche Enge, der Verzicht auf Privatsphäre, die ungewohnte Untätigkeit und die Hoffnungslosigkeit, führen nicht selten zu starken Belastungen.
Unser Anliegen ist es daher, den aus Krisengebieten geflohenen Menschen das Leben in der neuen Umgebung, Kultur und Sprache zu erleichtern und ihnen bei ihren persönlichen Alltagsproblemen zu helfen. Wir möchten auch auf die Lage dieser Menschen aufmerksam machen, um ein gegenseitiges besseres Verständnis und mehr Akzeptanz zu erreichen.
Waldweg
Das Pavillondorf am Waldweg besteht seit 1993, wobei bereits seit Mitte der 1980er Jahre in Volksdorf geflüchtete Menschen untergebracht werden. So kam es im September 1986 durch engagierte Bürgerinnen und Bürger in den Walddörfern zur Gründung des “Freundeskreis für Asylbewerber” – einem inzwischen eingetragenen, gemeinnützigen Verein.
Seit inzwischen rund 40 Jahren engagiert sich der Freundeskreis und begleitet Geflüchtete bei ihrer Ankunft in einem neuen Leben.
Eulenkrugstraße
Die Einrichtung in der Eulenkrugstraße wurde im Jahr 2018 eröffnet. Bereits im Vorfeld der Fertigstellung haben sich Volksdorfer Bürgerinnen und Bürger zusammengetan um die Bewohner dieser Anlage zu unterstützen. Zunächst unter dem Namen „Volksdorf hilft“, steht diese Bezeichnung heute stellvertretend für alle Aktivitäten in Hamburg-Volksdorf.
Unterstützung beim Ankommen in eine neue Umgebung
Mit sowohl wiederkehrenden als auch individuellen Angeboten, unterstützen wir geflüchtete Menschen beim Einleben in eine neue Umgebung.
Hilfe bei Alltagsfragen
Unterstützung bei Alltagsfragen, Begleitung zu Ärzten, Ämtern und Terminen; wöchentliche Teestunde am Waldweg, die einen regelmäßigen Raum für Austausch bietet
Unterstützung für Schulkinder
Schularbeitenhilfe und Lesen üben mit (Grundschul-)Kindern, Begleitung zu Elternabenden und Erstausstattung zur Einschulung
Freizeitangebote
Freizeitangebote für Kinder und ihre Familien, wie Sportangebote, Theaterbesuche und Ausflüge in den Ferien
Sprachunterricht
Individuelle Unterstützung für Erwachsene und Vorbereitung auf Integrationskurse
Kleiderspenden und Flohmärkte
Veranstaltung von Flohmärkten für gespendete Kleidung und kleinere Haushaltsgegenstände
Gemeinsame Kulturerlebnisse
Organisation von kulturellen Veranstaltungen, wie Weihnachtsfeiern oder dem Nowruz-Fest
Öffentlichkeitsarbeit
Gespräche mit Passanten, gemeinsame Tätigkeiten in der Nachbarschaft, um darauf hinzuweisen, dass hier Menschen leben, die die Unterstützung Aller benötigen
Nothilfefond
Schnelles und unbürokratisches Helfen bei finanziellen Problemen – alle verliehenen Gelder sind bis auf den letzten Cent im Laufe der Zeit zurückgezahlt worden
Deine Hilfe
Wir suchen laufend weitere Unterstützung – sei es für Nähkurse, gemeinsames Fußballspielen oder etwas ganz anderes – sei dabei!
Zwei Wohnunterkünfte – ein Ziel
Fördern & Wohnen, ein Träger, der zu 100% der Freien und Hansestadt Hamburg gehört, stellt die Infrastruktur in den Einrichtungen zur Verfügung und bietet eine umfangreiche Beratung der Bewohner/-innen zu allen wichtigen Themen ihres Aufenthaltes in Deutschland an.
Die ehrenamtliche Arbeit kümmert sich um die darauf aufbauenden Hilfebedarfe.
Wohnunterkunft Waldweg
- öffentlich-rechtliche Unterkunft für Geflüchtete und Asylsuchende für aktuell rund 140 Personen
- Bezug 1993, damals unter großem Protest der Bevölkerung
- Vorrangig Familien und mit unterschiedlichen Aufenthaltstatus
- 7 Häuser mit Gemeinschaftsküche und -bad, Zimmer zwischen 10 und 12 Quadratmetern, pro Zimmer bis zu drei Personen


Wohnunterkunft Eulenkrugstraße
- öffentlich-rechtliche Unterkunft für Geflüchtete und Asylsuchende für bis zu 260 Personen
- Herkunft der Bewohnerinnen und Bewohner aus mehr als 20 Ländern
- 10 Häuser mit jeweils 3 Dreizimmerwohnungen (für je 6 Personen) und einer Vierzimmerwohnung (für 8 Personen)
- Ein Verwaltungsgebäude mit Gruppenräumen
- KiTa „Am Tonradsmoor“ auf dem Gelände
- Spiel- und Sportmöglichkeiten auf dem Gelände, daneben Freiflächen, die teilweise für den Anbau von Nutzpflanzen (Gemüse) genutzt werden.
- In kleineren Gebäuden sind Fahrrad-Unterstände, Müllcontainer sowie Gemeinschaftseinrichtungen u.a. mit Waschmaschinen untergebracht.
Helfen zu können verursacht nicht nur ein gutes Gefühl, auch die Zusammenarbeit mit anderen Mitgliedern des Freundeskreises führt oft zu jahrelangen Freundschaften.

Nach anfänglicher Arbeit im Johannes-Petersen-Haus, verlagerten sich die Aktivitäten des Freundeskreises im Jahr 1993 – zunächst gleichzeitig und mit Schließung des JPH im Jahr 2005 gänzlich – auf die Wohnunterkunft am Waldweg.
Es waren Mütter, die 1986 durch eine Lehrerin in der Klasse ihrer Kinder aufmerksam wurden auf scheue, meist sprachlose fremde Kinder. Sie erkannten die Isolation der Menschen in Asylunterkünften und den Handlungsbedarf – der Verein Freundeskreis für Asylbewerber wird gegründet.
Einige von Ihnen sind noch heute aktiv. In monatlichen Arbeitssitzungen werden die anfallenden Arbeiten besprochen und verteilt.
Der Freundeskreis für Asylbewerber, gegründet im Jahr 1986, ist seit dem Jahr 1991 ein eingetragener, gemeinnütziger Verein.
